Natura 2000 – Steiermark

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Nr. 39 Hochlagen der östlichen Wölzer Tauern und Seckauer Alpen

Größe: 14.028,7 ha

Bezirke des Natura 2000-Gebietes: Leoben, Murtal, Liezen

Gemeinden des Natura 2000-Gebietes: Bretstein, Gaal, Hohentauern, Mautern in Steiermark, Oppenberg, Rottenmann, Trieben,St. Johann am Tauern,Wald am Schoberpaß,St. Marein bei Knittelfeld, Seckau

 

Auf einer mittleren Seehöhe von 2000 m liegt das Natura 2000-Gebiet Nr.39, welches nach der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie ausgewiesen wurde.

Zwischen zwei Tälern, dem Enns- und Murtal

Die Niederen Tauern, die sich als Teil der österreichischen Zentralalpen zwischen dem steirischen Ennstal im Norden und der Murparalleltalung bzw. dem Murtal im Süden erheben, können in zwei Abschnitte unterteilt werden: die Schladminger Tauern mit der höchsten Erhebung, dem Hochgolling, im Westen und die deutlich an Höhe zurückbleibenden Wölzer, Rottenmanner, Triebener Tauern und Seckauer Alpen im Osten. Die höchste Erhebung des Ostteiles ist der Große Bösenstein mit 2448m. Als repräsentativ für den Ostteil werden die Hochlagen der Wölzer Tauern östlich der Windlucken und der Seckauer Alpen ab einer Seehöhe von 1800 m genannt.

Niedere Tauern sind nicht gleich Hohe Tauern

Geologisch zählen die Niederen Tauern zum Altkristallin, wobei im Osten Gneise und Granite dominieren. In diese sauren Gesteine sind aber auch kleinflächig Kalkmarmore und Amphibolite eingelagert, deren Flora sich von jener auf sauren Gesteinen deutlich unterscheidet. Die Eiszeit hat die Hochlagen durch eine Vielzahl hochgelegener Kare mit einigen kleinen Karseen und Trogtälern geprägt. Im Gegensatz zu den Hohen Tauern sind die Niederen Tauern nicht vergletschert und unterscheiden sich in ihrem Formenreichtum wesentlich sowohl von den Hohen Tauern als von den Nördlichen Kalkalpen. Der östlichste Teil dieses Gebietes war während der Eiszeit nicht vollständig vergletschert.

Artenreiche Borstgrasrasen montan

Diese artenreichen Borstgrasrasen mit dem Bürstling (Nardus stricta) als dominante Art findet man über silikatischen Gesteinen. Hauptverbreitungsgebiete dieser Lebensräume sind die Almen in den Zentralalpen. Vorkommen gibt es aber auch auf den Almen der Nördlichen und Südlichen Kalkalpen. Eine weitere erwähnenswerte Art dieses Lebensraumes ist das Krainer Grau-Greiskraut (Senecio incanus ssp. carniolicus).

Lärchen-Zirbenwälder

Zirbenwälder mit Lärchengruppen bilden den obersten Waldgürtel. Er bildet in den ostalpinen Innen- und Zwischenalpen die Waldgrenze, wo er besonders typisch auf Plateaustandorten und Steilwänden zu finden ist. Dieser Waldgürtel, der auch unter widrigeren Wachstumsbedingungen  gedeihen kann, ist ein idealer Schutzwald-Typ mit hoher Standfestigkeit und Langlebigkeit.

Hochlagen der südöstlichen Wölzer Tauern und Seckauer Alpen: Infofolder