Natura 2000 – Steiermark

Webseite der Gebietsbetreuer der steirischen Europaschutzgebiete

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Nr. 32 Teile des steirischen Nockgebietes

Größe: 1.997 ha

Bezirke des Natura 2000-Gebietes: Murau

Gemeinden des Natura 2000-Gebietes: Predlitz-Turrach

 

Flora-Fauna-Habitat-Gebiet

Die steirischen Nockberge stellen die nördlichsten Ausläufer – sie reichen bis an die Mur – der Nockberge dar, deren Hauptanteil auf kärntnerischem Gebiet liegt. Im Süden grenzt das Gebiet an das Schutzgebiet (Nationalpark) „Nockberge“, im Westen an das Salzburger Naturschutzgebiet „Rosanin“, im Osten verläuft die Grenze im Bereich des Werchzirben Grabens und im Norden folgt der Grenzlauf dem Steinbach und erstreckt sich von dort bis zur Salzburger Landesgrenze südlich des Kilnbrein. Das Gebiet liegt im Bereich der bekannten Urlaubsregion Turracher Höhe und ist ein viel besuchtes Winter- und Sommererholungsgebiet. Neben der touristischen Nutzung wird das Gebiet auch forstwirtschaftlich und Teilbereiche almwirtschaftlich genutzt. In Bereichen der Werchzirbenalm wurde die Almwirtschaft beendet und Teilflächen mit Zirben aufgeforstet.

Sehr interessanter Ausschnitt der Alpen

Das Gebiet der steirischen Nockberge mit seinen abwechslungsreichen, sanften Gebirgsformen und seiner vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt stellt einen sehr wichtigen Bereich unserer Alpen dar. Unterschiedliche Gesteinstypen und klimatische Gegebenheiten schaffen eine vielfältige Pflanzenwelt. In den unteren Bereichen dominiert subalpiner Fichtenwald, der dem hier herrschenden Kontinentalklima besser angepasst ist als Laubwald. Dem Fichtenwald folgen locker aufgebaute Fichten-Lärchenwälder, wo auch Zirben beigemengt sind, deren Unterwuchs von verschiedenen Zwergsträuchern gebildet wird. Anschließend folgt ein eher schmal ausgebildeter Zwergstrauchgürtel, der in den windexponierten, trockenen Höhen in alpine Rasen übergeht.

Das letzte in Österreich …

In den Nockbergen findet sich auch der Einfache Rautenfarn (Botrychium simplex), mit seinem einzigen Vorkommen in Österreich. Vorkommen dieser Art waren bis vor kurzem in Österreich nur von Osttirol bekannt, wo in neuerer Zeit trotz intensiver Nachsuche keine Fundbestätigungen gelungen sind. Neben der allgemein verbreiteten Alpenfauna beherbergen die Nockberge auch eine Reihe von Raritäten, gerade unter den Kleinlebewesen, da Teile der Nockberge während der Eiszeit unvergletschert blieben.