Natura 2000 – Steiermark

Webseite der Gebietsbetreuer der steirischen Europaschutzgebiete

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Nr. 28 Furtner Teich – Dürnberger Moor

Größe: 1.072,5 ha

Bezirke des Natura 2000-Gebietes: Murau

Gemeinden des Natura 2000-Gebietes: Mariahof, St. Blasen, St. Marein, Mariahof, Zeutschach

 

Mitten im Naturpark Grebenzen

In der Nähe des Neumarkter Sattels liegt der Furtnerteich. Seine langen Schilfufer bieten Deckung, Nist- und Brutmöglichkeiten und sind ein idealer Ort, an dem Vögel während ihres Zuges Rast machen und Nahrung finden können.

Furtnerteich und Dürnberger Moor bilden zusammen ein Natur 2000-Gebiet nach der Vogelschutzrichtlinie und damit das Europaschutzgebiet Nr.28, das auf 870 m Seehöhe liegt. In diesem Gebiet liegen die zwei getrennten Gebiete Furtner Teich und Dürnerger Moor nach der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie.

Internationale Bedeutung für den Vogelzug

Die Geschichte des Vogelschutzgebietes ist untrennbar mit Karl Ignaz Hanf (1808-1892) verbunden, der 1832 zum Priester geweiht wurde und in das Benediktinerstift St. Lambrecht eintrat. Als Pater Blasius erkannte er sehr bald die Bedeutung des Furtnerteiches für den Vogelschutz und forschte sein ganzes Mönchsleben lang am Vogelzug.

Bisher wurden hier (seit ca. 1840) 237 Vogelarten, davon 102 Brutarten nachgewiesen. Die große Bedeutung des Gebietes liegt in der ökologischen, botanischen und zoologischen Vielfalt. Zusätzlich weist das Gebiet zahlreiche, wertvolle Habitattypen auf.

Hochmoor mit großer Mächtigkeit

Das Dürnberger Moor ist ein ca. 12.000 Jahre altes glaziales Latschen-Hochmoor von 9 Meter Mächtigkeit mit Zwischen- und Flachmooranteilen, Bulten, Schlenken, Kolken und Randsumpf mit einigen pflanzlichen Glazialrelikten. Das Moor mit seiner ausgeprägten Glazialmorphologie ist weitgehend ungenutzt, ausgenommen Randnutzungen wie Jagd und Wandertourismus.

Zwischen Natur und Tourismus

Der Furtner Teich entstand durch eine eiszeitliche Gletscherwanne. Der in manchen Bereichen naturbelassene und zum Teil touristisch genutzte Teich besitzt ausgeprägte Verlandungszonen mit einer entsprechend reichen Strukturierung. Durch erhöhten Stickstoffgehalt ist das Gewässer mesotroph bis eutroph mit einer Schwimmblatt- und submerser Laichkrautzone, Stillwasserröhricht, Großseggenried, Schlammfluren und Torfbildung. Die tiefgründigen Böden liegen im Grundwasserbereich und sind basen- oder kalkreich.