Natura 2000 – Steiermark

Webseite der Gebietsbetreuer der steirischen Europaschutzgebiete

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Nr. 16 Demmerkogel- Südhänge, Wellinggraben mit Sulm-, Saggau- und Laßnitzabschnitten und Pößnitzbach

Größe: 2.096 ha

Bezirke des Natura 2000-Gebietes: Leibnitz, Deutschlandsberg

Gemeinden des Natura 2000-Gebietes: Preding, Wettmannstätten, Hengsberg, St. Nikolai im Sausal, Lang, Tillmitsch, Kaindorf an der Sulm, Seggauberg Leibnitz, Wagna, Retznei, Obervogau, Heimschuh, Kitzeck im Sausal, St. Andrä-Höch, Pistorf, Großklein, Gleinstätten, St. Johann im Saggautal, Arnfels, Eichberg-Trautenburg, Schloßberg, Leutschach, Glanz an der Weinstraße, Oberhaag

 

Das Kerngebiet des rund 20 km² großen Europaschutzgebietes liegt im Sausal – einem Hügelgebiet, das im Norden vom Laßnitztal und im Süden vom Sulmtal begrenzt wird. Das Gebiet umfasst die Südhänge des Demmerkogels, der höchsten Erhebung im Sausal, den Wellinggraben, Abschnitte der Sulm, des Saggaubaches und der Laßnitz sowie den Pößnitzbach.

Der Sausal liegt im subillyrischen Wuchsbezirk des östlichen Eichenmischwaldes mit Eichenmischwäldern als Leitgesellschaft. Nur die höchsten Erhebungen des Sausals um den Demmerkogel sind dem Buchenwaldgürtel zuzuordnen.

In den Talböden herrscht ein subillyrisch getöntes Niederungsklima vor; hier liegen die mittleren Jahrestemperaturen zwischen -3 °C und -4 °C und die Julitemperaturen zwischen 18 °C und 19 °C. Die Zahl der Frosttage beträgt im langjährigen Mittel 130 bis 140 Tage, wobei die frostfreie Periode von Mai bis Oktober reicht. Auf den Riedellagen werden mit Jännertemperaturen um -1,5 °C und Julitemperaturen um 18.5 °C bei einer Anzahl der Frosttage zwischen 80 und 100 Tagen durchaus Bedingungen für den Weinbau erreicht.

Die Bedeutung des Kerngebietes liegt in der hohen Baumartenvielfalt der Wälder und den kleinflächig bewirtschafteten Wiesen- und Streuobstwiesenflächen. Der Weinbau stellte im Sausal schon im 13. Jahrhundert den wesentlichsten Wirtschaftsfaktor dar und prägt das Bild der süd- und westexponierten Hänge. Durch die starke Reliefenergie ergeben sich bei der Bewirtschaftung der Steilflächen besondere Probleme, sodass vor allem steile Wiesenhänge von Extensivierung und Verbrachung bedroht sind. Die ebenen Talböden im Gebiet werden hingegen intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die hier herrschende Ackernutzung stellt durch Erosion, Bodeneintrag und vor allem ihre hohe Flächeninanspruchnahme eine Bedrohung für die Flüsse und ihre Au dar.