Natura 2000 – Steiermark

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Pilzexkursion beim Gasthaus Orthofer – Die Nachlese

Teilnehmer der Exkursion

Teilnehmer der Exkursion

Vorstellung der Pilze

Vorstellung der Pilze

Heinz Detlef Prelicz & Herr Orthofer

Heinz Detlef Prelicz & Herr Orthofer

Auswahl der ausgestellten Pilze

Auswahl der ausgestellten Pilze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 28.09.2013 pünktlich um 10:00 vormittags trafen sich Schwammerl-Interessierte beim Gasthof Orthofer in St. Jakob im Walde. Knapp 30 Pilzsucher trotzten den kühlen Temperaturen von gerade einmal 8° C und dem feuchten Wetter. Nach einer Begrüßung und kurzer Einführung über das Natura 2000 Gebiet „Jogl- und Wechselland“ vom Natura 2000-Gebietsbetreuer Mag. Emanuel Trummer marschierte die Gruppe unter fachkundiger Anleitung der beiden Pilzexperten Mag. Heinz Detlef Prelicz und Mag. Bernd Wiese in den von Fichten geprägten Wald. Natürlicher Weise würden in dieser Gegend Tannen mit einem Prozentsatz von ungefähr 50% überwiegen, daneben mit jeweils 20% Buchen und Fichten und 10% übrige Laubbäume. Durch die Hand des Menschen hat sich die Zusammensetzung der Baumarten stark verändert, und man findet nahezu reine Fichten bzw. Fichten-Lärchenbestände. Dies tut aber der Vielfalt an Pilzen und Schwammerln keinen Abbruch. Im Endeffekt hat man neben den herkömmlichen Steinpilzen und Eierschwammerln noch über 80 andere Röhren- und Lamellenpilze gefunden. Von verschiedenen essbaren, hin zu scharf schmeckenden Täublingen, bis zu Schleimpilzen, Kuhpilzen, Hexenröhrlingen, Bovisten, Becherlingen, Schleierpilzen, Trichterlingen, Milchlingen, Scheidenstreifling, Schönfußröhrling und andere interessant klingende Schwammerln in den unterschiedlichsten Farben und Duftnoten – Kenner konnten durchaus u. a.  Stachelbeerkompott erriechen. Im Anschluss an die große Suche wurden die Pilze bestimmt und diskutiert. Verblüffend war für viele die Erkenntnis, dass es nicht nur so viele unterschiedliche Pilze in unseren Wäldern gibt, sondern dass man eigentlich einen Großteil davon auch essen kann. Dabei handelt es sich oft gar nicht um die auffälligen Arten, sondern meist um die unscheinbaren Kleinen, die einen wohligen Geschmack im Schwammerlgulasch hinterlassen. Nach einem hervorragenden Schwammerlragout vom Gasthaus Orthofer konnten die Teilnehmer mit reicher Beute und viel neuem Wissen nach Hause gehen.