Natura 2000 – Steiermark

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Froschrettung in Radkersburg

Rettungsaktion für Hunderte von Fröschen

Lebensrettend für hunderte von Grünfröschen war die Initiative von Klärwärter Engelbert Bliemel. Im Regenwasserauffangbecken der Kläranlage Bad Radkersburg/Radkersburg-Umgebung konnte er die Entwicklung von eingebrachtem Froschlaich zu Kaulquappen beobachten und kontaktierte Natura 2000 Gebietsbetreuer Dr. Andreas Breuss.

Gruenfrosch in Hand

Gruenfrosch in Hand

Engelbert Bliemel

Engelbert Bliemel

 

 

 

 

 

 

 

Bei der gemeinsamen Besichtigung entschieden sie den Entwicklungsgang der Kaulquappen zu Jungfröschen abzuwarten, und diesen dann eine Ausstiegsmöglichkeit aus dem 4,5 m tiefen Klärbecken zu bieten. Als das völlig unbeschattete Regenwasserauffangbecken von hunderten Jungfröschen nur so brodelte wurde unter Mithilfe von Philipp Drexler von der FF Altneudörfl zur Tat geschritten. Mit dem MTFA und Bootsanhänger wurde eine überlange Ziegelrutsche herangeschafft und in das Klärbecken gehievt. Um den rettenden Aufstieg attraktiver zu gestalten wurde die Rutsche noch über einen Schlauch mit Wasser berieselt. – Nur die zu hunderten am Rand der steilen Beckenwand kauernden Jungfrösche nahmen die Aufstiegshilfe nicht an. Nach geraumer Zeit des Wartens kam Herr Bliemel mit Fischerstiefel, Käscher und Eimern – wir holten eine überlange Leiter und der beherzte Klärwärter stieg hinab um die Jungfrösche zu käschern.

Frösche im Kübel

Frösche im Kübel

Frösche in Freiheit

Frösche in Freiheit

 

 

 

 

 

 

 

Die Jungfrösche wurden in Eimern hochgezogen und in den nahen Gewässern „Warme Lahn“ und Drauchenbach freigelassen. – So plötzlich – dem unvermeidlichen, qualvollen Tode im Klärbecken entronnen, und in eine völlig neue, bunte Umgebung entlassen, schienen die Jungfrösche etwas überfordert und bewegten sich auffallend unsicher im neuen Umfeld. Selbstverständlich müssen die überraschend geretteten vielen hundert Jungfrösche erst mit der neuen Freiheit umgehen lernen. Einige von ihnen werden dabei in den nächsten Tagen, wie in der Natur üblich, auch ihre Aufgabe in der Nahrungskette erfüllen.

Nochmals vielen Dank an Herrn Bliemel, Phillipp Drexler, Mark Scheuer und der FF-Altneudörfl!